News vom 07.05.06
Niederlage in Stuttgart

Stuttgart - Sein vorletztes Saisonspiel hat der VfL verloren. Am Samstag (06.05.06) zogen die Schützlinge von Trainer Klaus Augenthaler beim VfB Stuttgart mit 1:2 (1:1) den Kürzeren.

 Vor 31.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion hatte Juan Carlos Menseguez die Grün-Weißen nach einem tollen Solo bereits nach fünf Minuten mit 1:0 in Führung gebracht, ehe Danijel Ljuboja per Handelfmeter der Ausgleich für den VfB glückte (17.). Die 1:2-Niederlage der Wölfe besiegelte dann Stuttgarts Christian Gentner mit seinem Treffer in der 70. Minute.

Trotz des Misserfolgs verteidigte der VfL seinen 15. Tabellenplatz vor dem 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer kamen in ihrem Heimspiel gegen den neuen und alten Deutschen Meister Bayern München zwar nicht über ein 1:1 hinaus, konnten aber den Rückstand auf Wolfsburg auf einen Zähler verkürzen. Somit kommt es am nächsten Samstag zum befürchteten Abstiegs-Showdown zwischen Wölfen und Roten Teufeln in der VOLKSWAGEN ARENA.

Rot-Sperren abgesessen - wieder mit Klimowicz und Quiroga

VfB-Coach Armin Veh stellte seine Mannschaft nach deren enttäuschendem Auftritt in München (1:3) auf vier Positionen um. Für Markus Babbel kam Ludovic Magnin. Christian Gentner spielte anstelle von Jesper Grönkjaer, Thomas Hitzlsperger ersetzte Christian Tiffert und Cacau durfte für Jon Dahl Tomasson ran.

Augenthaler nahm im Vergleich zum 0:3 seines Teams gegen Mainz 05 drei Veränderungen vor. Facundo Quiroga rückte nach abgesessener Rot-Sperre für Alex in die Startelf. Auch Diego Klimowicz hatte seine Zwangspause (Rot) beendet. Dafür kam Steve Marlet nur die Reservisten-Rolle zu. Außerdem ersetzte Hans Sarpei Tom van der Leegte, der aufgrund seiner fünften Gelben Karte fehlte.

Tolle Einzelaktion von Menseguez zum 1:0

Der VfL Wolfsburg erwischte im Gottlieb-Daimler-Stadion einen perfekten Start. Bereits in der fünften Minute lief Menseguez auf der rechten Seite seinen Gegenspielern davon, drang in den Strafraum ein und schloss seinen Vorstoß mit einem Schuss aus halbrechter Position ins lange Eck zum 1:0 für die Gäste ab. Wolfsburg kontrollierte in der Anfangsphase die Partie, Stuttgart kam erst mit zunehmender Spieldauer besser in die Begegnung. Einen ersten Warnschuss gaben die Schwaben in der elften Minute ab. Simon Jentzsch ließ sich aber nicht von Andreas Hinkel überraschen. Kurz darauf trat Thomas Hitzlsperger einen Freistoß von der rechten Seite. Im Sechzehner sprang Marian Hristov zum Kopfball, wehrte den Ball jedoch mit der Hand ab. Ljuboja verwandelte den fälligen Elfmeter mit einem platzierten Schuss nach links unten zum 1:1 (17.). Jentzsch wäre beinahe noch dran gewesen.

Nach dem Ausgleich lief der Ball etwas sicherer in den Reihen der Hausherren, die sich nun zunehmend in der Wolfsburger Hälfte aufhielten. Allerdings fehlte den Schwaben der nötige Tordrang, so dass die Nummer eins der Wölfe kaum einmal wirklich gefordert war. Schüsse von Andreas Beck (21.) und Hitzlsperger (30.) waren zu harmlos. Augenthalers Elf hätte bei Freistößen gefährlich werden können, die Ausführungen von Stefan Schnoor (23.) und Rick Hoogendorp (33.) ließen jedoch zu wünschen übrig. In der 40. Minute hätte Hinkel den VfB nach einem langen Pass von Zvonimir Soldo in Führung bringen können. Aber Jentzsch hatte aufgepasst und parierte den Schuss des Stuttgarters aus acht Metern. Auf der Gegenseite setzte sich Hoogendorp gut an der Torauslinie ein, passte den Ball zurück auf Klimowicz, der die Kugel im Fallen unter die Latte schoss. Leider bekam Hildebrand mit einem Reflex noch seine Hand dazwischen (43.) und vereitelte so die größte VfL-Chance vor der Pause.

Makiadi überlistet Hildebrand - fast...

Nach dem Wechsel zog Augenthaler Peter Van der Heyden aus der Abwehr etwas weiter nach vorne ins Mittelfeld und brachte für Miroslav Karhan den offensiver eingestellten Cedrick Makiadi. Die Grün-Weißen erhöhten den Druck, leider fehlte ihnen der letzte Zug zum Tor. Freistoß-Chancen (49., 57.) verpufften, ein ums andere Mal passte Stuttgarts Abwehrchef Fernando Meira gut auf - wie in der 55. Minute, als er Hoogendorp in kurzer Distanz abblockte, oder aber Hildebrand hielt. In der 61. Minute war der Stuttgarter Keeper aus seinem Gehäuse geeilt und hatte im Zurücklaufen gerade noch einen Weitschuss von Makiadi aufs leere Tor abgefangen.

Die Gastgeber hatten ihrerseits bis zur 70. Minute wenig für die Offensive getan. Dann bekam jedoch Andreas Beck die Kugel auf der rechten Seite. Seine anschließende Flanke landete genau auf dem Fuß von Gentner, der den Ball volley ins Tor schoss. Praktisch aus dem Nichts lagen die Wölfe 1:2 hinten. Doch sie steckten nicht auf und wären fast noch zum verdienten Ausgleich gekommen. Der kurz zuvor für Hristov eingewechselte Christopher Lamprecht hatte eine Ecke von der linken Seite getreten. In der Mitte köpfte Quiroga das Leder platziert ins rechte Eck. Hildebrand war bereits geschlagen, allerdings stand Beck zum Ärger aller Wölfe-Fans im Weg und klärte auf der Linie (77.). In den Schlussminuten schien Augenthalers Schützlingen dann die Kraft zu fehlen, um die VfB-Führung noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen. So blieb es beim 1:2.

Vorteil Wolfsburg: ein Unentschieden reicht

Alle Wolfsburger hätten sich vor der letzten Partie in der Saison 2005/06 eine bessere Ausgangssituation gewünscht. Nun aber ist noch einmal das große Zittern angesagt! Immerhin haben die VfL-Profis einen großen Vorteil gegenüber ihrem letzten Gegner vor der Sommerpause. Sie benötigen nur noch einen Punkt, während Kaiserslautern an der Aller einen "Dreier" einfahren muss.

Das Spiel im Stenogramm:

VfB Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Fernando Meira, Delpierre, Magnin - Soldo (89. Gerber) - Beck, Hitzlsperger (81. Meißner) - Gentner - Ljuboja, Cacau (74. Gomez)

VfL Wolfsburg: Jentzsch - Franz, Quiroga, Schnoor, Van der Heyden - Karhan (46. Makiadi) - Menseguez, Sarpei - Hristov (76. Lamprecht) - Hoogendorp (73. Hanke), Klimowicz

Tore: 0:1 Menseguez (5.), 1:1 Ljuboja (17., Handelfmeter), 2:1 Gentner (70.)

Zuschauer: 31.000

Schiedsrichter: Sippel

Gelbe Karten: Hitzlsperger, Delpierre, Beck, Magnin/-

Gelb-Rote Karten: -/-

Rote Karten: -/-



<< Zurück