Am gestrigen Sonntag bezog die DFB-Auswahl ihr Quartier in der schönen schweizer Stadt Genf. Hier wollen sich Mike und die anderen Schützlinge von Trainer Jürgen Klinsmann auf die in 18 Tagen startende WM im eigenen Land vorbereiten.
Mike fehlte gestern beim Sonntagstraining wegen einer leichten Grippe und blieb wie Tim Borowski (Werder Bremen) im Mannschaftshotel La Reserve. "Das ist nur ein kleiner Schnupfen. Das geht schnell vorbei und hält mich nicht auf", erklärte uns Mike.
Richtig, denn Mike ist keiner, der so schnell resigniert. Ein im Training erlittener Kapselriss im linken Knöchel hinderte den 22-Jährigen nicht, gegen die Bayern aufzulaufen. "Das ist für mich keine Verletzung", sagte er damals. Klinsmann registrierte, dass sein Schützling bereit ist zu kämpfen: "Mike hat in den letzten Spielen gezeigt, dass er beißen kann, dass er ein unglaubliches Engagement mitbringt, dass er dahin geht, wo es weh tut." Auch auf dem Platz, wo er mit Beginn der Rückrunde richtig durchstartete und zwischenzeitlich sogar gefährlichster deutscher Angreifer der Bundesliga war. Tor in Dortmund beim ersten Vorstoß seines Teams, Tor und Vorlage gegen Gladbach, Tor in Frankfurt - ein brachialer Freistoßhammer aus 30 Metern - und der Führungstreffer beim Sieg im Niedersachsenderby beeindruckten das DFB-Team so sehr, dass sie auf den robusten und zweikampfstarken Strafraumstürmer nicht verzichten wollten. Trotz Zwei-Spiele-Sperre, die für Klinsmann und Jogi Löw nie ein Hindernis bei der Nominierung war, solange die Leistung stimmte.
"Ich bin richtig heiß und werde alles geben, dass wir eine gute WM spielen", so Mike.
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