News vom 17.11.03

Bundesliga - Leverkusen: Carsten Ramelow vor Comeback
Argumente für Mike Hanke Sie reisen ja seltener in Leverkusen, seit der Klub erstmals nach Jahren nicht mehr international vertreten ist. Am Sonntag aber war der Bayer-Tross nahezu geschlossen unterwegs: 250 Fans reisten mit Bussen nach Dresden zum Abschiedsspiel von Ulf Kirsten, ein Sonderflieger brachte eine 150 Mann starke Bayer-Abordnung in den Osten.
Mit an Bord: Carsten Ramelow. Während viele seiner früheren oder aktuellen Mitstreiter wie Rudi Völler, Jens Nowotny oder Bernd Schneider dort auch spielten, musste sich Ramelow eine Woche nach seiner Operation am linken Innenmeniskus mit der Zuschauerrolle begnügen. Nach intensivem Einzeltraining und Übungen zum Stabilisieren des Knies scheint ein Comeback aber schon kommende Woche gegen Dortmund möglich. "Es sieht sehr gut aus", sagt Bayers Physiotherapeut Dieter Trzolek, "schon diese Woche kann Carsten wieder ins Mannschaftstraining einsteigen."
Derweil bemühen sich die Bayer-Macher weiter um Sturmtalent Mike Hanke von Schalke 04 (der kicker berichtete). Dem 20-Jährigen liegt ein Angebot von Schalke vor, den auslaufenden Vertrag zu verlängern. Rudi Assauer: "Ich denke, dass er unterschreibt, weil er ein Schalker Junge ist."
Wenn der Manager das mal nicht zu blauäugig sieht. Dass er sich eine Zukunft auf Schalke wünscht, kommt Hanke neuerdings nämlich nicht mehr über die Lippen. Vor allem, weil nach Ailton nun auch noch Kuranyi auf der Einkaufsliste steht. Und Sportmanager Andreas Müller klingt wenig beruhigend, wenn er sagt: "Wenn Mike die entsprechende Leistung zeigt, wird er trotz der Konkurrenten spielen."
Hanke, von zwölf Bundesligisten umworben, fürchtet um seine Einsatzzeiten. Die Chance für Bayer Leverkusen? Hankes Berater Thomas Strunz: "Es gibt auch Anfragen aus dem Ausland von europäischen Spitzenklubs."
Um sich zu entwickeln und seinen Traum von der WM 2006 zu verwirklichen, brauche Hanke vor allem regelmäßige Spiele. Strunz: "Das ist das Hauptargument, nach dem wir entscheiden, wo er unterschreibt." Bei Bayer möchte man ihm diese Chance neben Berbatov geben.
J-J Beer/ F. Lußem
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