News vom 31.07.03

Schalke: Manager Assauer sieht keinen dringenden Nachholbedarf
Mike Hanke soll neben Ebbe Sand schuften Wer beim Einkaufsbummel in Hektik gerät, der ist meist verloren. Legionen von Fehleinkäufen der Bundesliga-Geschichte belegen dies. Und weil Rudi Assauer seit Jahrzehnten am Geschäft teil nimmt, weigert er sich, in Hektik zu verfallen. Fakt ist: Schalke beklagt eine Menge verletzter Profis.
Hinten fehlen Marco van Hoogdalem und Niels Oude Kamphuis zum Start, in der Mitte schwächelt Sven Kmetsch, Jörg Böhme fällt mit Kreuzbandriss für Monate aus. Vorne schließlich hegt Emile Mpenza nach auskuriertem Muskelfaserriss für den Auftaktschlager gegen Borussia Dortmund zwar Hoffnung, in den Kader rutschen zu können. Doch den Belgier zwickt es immer mal wieder, genauso wie Victor Agali, dessen Knie momentan wieder entzündet ist.
Also: Für welche Position muss gekauft werden? Für die Abwehr? Nein, van Hoogdalem kommt wieder. Für das Mittelfeld? Nein, Böhme kann intern ersetzt werden (Seitz, Varela, Kobiashvili), Kmetsch wird es schon. Also ein Neuer für den Angriff? "Nein", sagt Assauer, von unseren Verletzten sind die beiden Stürmer die, die am ehesten wieder zurückkehren."
Also gar kein Neueinkauf? Dies sagt Assauer auch nicht. Zwar weiß er einen Trainer hinter sich, der nicht lautstark nach Neuen schreit. Doch Schalke hält sich die Optionen offen. Aber vorsichtig: "Wir können ganz in Ruhe schauen. Und müssen scharf nachdenken, wo man etwas tut."
Jetzt tut sich erst mal gar nichts. Ganz Schalke fiebert dem Revierderby gegen Dortmund entgegen, in diesem Spiel wird der Einstellung ohnehin größere Bedeutung zukommen als der Aufstellung. Und weil sie bei Mike Hanke, dem Frischling im Sturm stimmt, wird der - so keine Verletzung dazwischenkommt - am Samstag neben Ebbe Sand schuften. Und beweisen wollen, dass man nicht unbedingt einkaufen muss, wenn doch die Qualität im eigenen Laden stimmt.
Frank Lußem
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