News vom 22.09.05
VfL Wolfsburg: Stürmer brauchte keine Zusatzmotivation des Trainers
Hanke: Mit Power zur Nationalelf


Einen Anführer, einen, der mitreißt, hatten sie sich in Wolfsburg nach dem blassen 1:1 gegen Nürnberg gewünscht. Und dann kommt da so ein Mike Hanke, spielt nach kurzer Knöchelverletzung groß auf, schließt gleich seine ersten beiden Szenen vor dem Tor so unaufgeregt und trocken ab, wie er später über seinen Auftritt sprach.


Ob Holger Fach ihm explizit mit auf den Weg gegeben habe, endlich wieder für Alarm im Offensivspiel und im Team allgemein zu sorgen? "Nein, das brauchte der Trainer nicht. Ich bin von Natur aus ein emotionsgeladener Mensch und hatte mir einiges vorgenommen."

Die eindrucksvolle Wandlung des VfL mit Rückkehrer Mike Hanke spürte dieser selbst schon vor dem Anpfiff. "Gegen Nürnberg waren viele vom Kopf her gar nicht da", hatte er beobachtet. "In Hannover haben wir uns vorher schon in der Kabine positiv angeschrien. Das braucht man vor dem Spiel."

Mit viel Power kam's zur Wechselwirkung, von der alle profitierten. Miro Karhan und Andrés d'Alessandro legten zweimal auf, Hanke bedankte sich zweimal. Und lieferte nach dem Wirbel um seine Reservistenrolle in Berlin erneut den Beweis, sich sportlich stets wieder hoch zu arbeiten. Belohnung: Für die Nationalelf ist Hanke vor den Spielen im Oktober im Sturm als Alternative zum verletzten Schalker Asamoah klar die Nummer eins, vor Lauth (Hamburg) und Brdaric (Hannover).

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