Im Rückblick fügte Hanke hinzu: «Es war eine sehr lange Saison.» Für 2007 hat der WM-Teilnehmer stürmertypische Wünsche: «Es gab in der Hinrunde kein Spiel, in dem wir den Gegner an die Wand gespielt haben. So etwas wünsche ich mir fürs neue Jahr.»
Nach einem ereignisreichen Jahr 2006 - Klassenverbleib am letzten Spieltag, überraschende WM-Nominierung, immer wieder körperliche Probleme und die Nachricht, dass er demnächst Vater einer Tochter wird - könnte 2007 für den 23-Jährigen ähnlich aufregend werden. Auf den Angreifer wartet im Sommer möglicherweise eine bizarre Situation. Dem Vernehmen nach besitzt Hankes Vertrag eine Klausel, nach der er für eine festgeschriebene Ablösesumme wechseln darf, sofern Wolfsburg nicht den Sprung in einen internationalen Wettbewerb schafft.
Über diese Dinge spricht Hanke noch nicht. Er weigere sich, darüber nachzudenken. Mit fünf Toren führt der als Schalke-Fan aufgewachsene Ruhrpottler zwar die interne Torschützenliste bei den Wolfsburger Minimalisten an. Doch nach der Weltmeisterschaft («Es war ein grandioser Moment, als mich der Bundestrainer anrief») verlief die Hinrunde insgesamt schleppend für ihn. «Es ist normal, dass ein junger Spieler die Eindrücke einer WM erst einmal verarbeiten muss», sagte Wolfsburgs Trainer Klaus Augenthaler.
Hinzu kamen Probleme mit einer Allergie, die für brennende Schmerzen auf der Haut sorgte. «Es war deshalb ein durchwachsenes Jahr», bilanziert Hanke. Wenn Augenthaler die VfL-Profis am 3. Januar zum Trainingsauftakt nach der Weihnachtspause bittet, wird für Hanke der Konkurrenzkampf im Team größer. Diego Klimowicz und Isaac Boakye, die lange Zeit ausgefallen waren, sind wieder fit.
Vielleicht können die Wolfsburger, die bisher erst einmal mehr als ein Tor im Spiel erzielten, auch mit drei Stürmern einen Gegner an die Wand spielen. Hankes zweiter Wunsch für 2007 hat nichts mit Fußball zu tun. Sein Baby soll gesund zur Welt kommen. «Wenn ich gerade bei einem Spiel bin und es soweit ist, werde ich sofort zurückfliegen», kündigte der werdende Papa an.
dpa, 30. Dezember 2006
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