News vom 10.12.07
Danke Hanke: Nationalstürmer mit Dreierpack
Danke Hanke: Der schon fast abgeschriebene Fußball-Nationalspieler hat sich mit einem Dreierpack eindrucksvoll zurückgemeldet. Seit einem Rüffel von Trainer Dieter Hecking trifft der Stürmer von Hannover 96 wieder.


Den 4:3-Erfolg gegen Werder Bremen schoss Hanke fast im Alleingang heraus. Drei Mal überwand Mike Hanke (12./21./74.) Werder-Keeper Tim Wiese in bester Torjäger-Maier und bereitete zudem noch das Eigentor von Frank Baumann (20.) vor. «In der Bundesliga habe ich noch nie drei gemacht», jubelte der 24 Jahre alte Fußballprofi, der sich daran erinnerte, in der D-Jugend «mal zehn Tore geschossen» zu haben.

«Natürlich freue ich mich über die Treffer», kommentierte Hanke, der vor der Saison für geschätzte 4,7 Millionen Euro aus Wolfsburg gekommen war. Doch der Stürmer beeilte sich, auch brav anzufügen: «Es ist doch egal, wer die Tore macht.» Die demonstrative Zurückhaltung dürfte mit der Kritik seines Trainers zu tun haben, der ihn vor zehn Tagen zurechtgestutzt hatte. Hanke solle sich «erst mal an die eigene Nase fassen», konterte Hecking damals des Stürmers Klagen über zu wenig Vorlagen: «Ehe man etwas einfordert, muss man mit sich im Reinen sein. Mike muss präsenter werden und klarer von seiner Spielanlage her.»

1063 torlose Minuten hatten Statistiker errechnet, ehe Hanke am vergangenen Wochenende beim 3:0-Sieg in Rostock das erste Mal wieder traf. Geradezu befreit spielte der 24-Jährige nun gegen Bremen auf und ließ die Werder-Profis an seiner Effektivität verzweifeln: Jeder Schuss ein Treffer. Mit insgesamt acht Toren hat Hanke bereits am 16. Spieltag die Quote der Vorsaison erreicht.

«Die Statistik interessiert mich nicht», behauptete der Stürmer und erklärte seinen Auftritt mit der Bremer Spielweise: «Für einen Stürmer ist es leichter, wenn der Gegner mitspielt. Wir konnten Konter fahren und haben unsere Chancen eiskalt genutzt.»

Der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte, von einigen 96-Fans schon als Fehleinkauf abgestempelt, bekam später Lob von höchster Stelle. «Wir haben immer an ihn geglaubt», versicherte Clubchef Martin Kind und lobte mit Hanke auch sich selbst: «Das war ein weiterer Schritt nach vorne. Das war eine Bestätigung seiner Leistung und unserer Entscheidung für ihn.»

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