News vom 20.06.05

Confederations Cup: Der Schalker und seine spezielle Qualität
Hanke: Wertvoll in der Jokerrolle
Der Parade-Joker sticht jetzt auch für Deutschland. Für Schalke erzielte Mike Hanke in der abgelaufenen Saison vier von fünf Bundesligatoren und drei von vier UEFA-Cup-Treffern als Einwechselspieler.
Den Hintergedanken, dass Hankes spezielle Stärke als Joker "eine zusätzliche Qualität in unsere Mannschaft einbringt", hatte Bundestrainer-Assistent Joachim Löw bereits bei der überraschenden Nominierung des Nachwuchsmannes für den Confed-Cup geäußert. Jetzt belegte Hanke dies schon im zweiten Einsatz, nach ganzen 31 Minuten im Dress der A-Nationalmannschaft. Sein Erfolgsgeheimnis: "Beim Warmlaufen beobachtet man natürlich schon die gegnerische Abwehr, schaut auf mögliche Schwachpunkte. Ich habe gesehen, dass die Tunesier in den Nahtstellen der Viererkette Probleme hatten, deshalb bin ich da hineingelaufen."
Auf Schalke war der künftige Wolfsburger des Öfteren mit markigen Sprüchen aufgefallen, im Nationalteam gibt er sich indes ganz bescheiden: "Wenn man für Deutschland spielen darf, ist man immer heiß. Selbst wenn es nur zehn Sekunden wären." Trotz seines Premierentreffers gab sich der temperamentvolle Rotschopf gar selbstkritisch: "Eigentlich hätte schon mein Kopfball drin sein müssen!" Ansprüche wolle er nun keineswegs stellen. Allenfalls geriet Hanke leicht ins Träumen: "Vielleicht komme ich gegen Argentinien ja fünf Minuten rein - und mache dann das entscheidende Tor."
<< Zurück