News vom 19.05.05

Neuling Hanke ist unzufrieden
"Ich habe Potenzial wie Kuranyi" Am Mittwoch gab Assistenztrainer Joachim Löw das Aufgebot für den Confederations Cup (15. bis 29. Juni) bekannt. Unter den 23 Akteuren fand sich überraschend auch Schalke-Stürmer Mike Hanke wieder. Der kicker sprach mit dem 21-Jährigen über seine Nominierung sowie die Situation bei Schalke.
kicker: Herr Hanke, waren Sie von Ihrer Nominierung auch verblüfft?
Hanke: Schon. Herr Klinsmann infomierte mich aber vorab, ich konnte 'ne Nacht drüber schlafen.
kicker: War schon Urlaub geplant?
Hanke: Ja, ich wollte mit meiner Freundin nach Bali. Aber die Umbuchung ging problemlos.
kicker: Auf dem Platz gab's zuletzt mehr Schwierigkeiten - für Schalke und für Sie persönlich.
Hanke: Stimmt leider. Das ganze Team war außer Tritt, auch ich.
kicker: Ist Ihre Nominierung dann überhaupt verdient?
Hanke: Wer berufen wird, hat's auch verdient! Jürgen Klinsmann hat gesagt, dass er meine gute Entwicklung sieht und die Probleme für mich als jüngsten Stürmer bei der Konkurrenz auf Schalke.
kicker: Sind Sie dort nächste Saison, im WM-Jahr, Stammspieler?
Hanke: Das ist mein großes Ziel, und davon gehe ich auch aus.
kicker: In Ihren Worten gefragt: "Begreift" das Trainer Rangnick?
Hanke: Das war eine blöde Formulierung von mir, die wir lieber gleich wieder vergessen. . .
kicker: Auch den Spruch, dass Schalke keinen Kuranyi braucht, weil man Mike Hanke hat?
Hanke: Der Zeitpunkt war falsch, direkt vorm VfB-Spiel. Aber grundsätzlich stehe ich dazu, dass ich mir nächstes Jahr die Entwicklung zutraue, wie sie Kuranyi gemacht hat. Ich habe das Potenzial dazu.
kicker: Wie sehen Sie die Konkurrenten im Nationalteam aktuell?
Hanke: Alles gestandene Spieler, von denen ich einiges lernen kann. Aus meiner ersten Nominierung leite ich sicher keine Ansprüche ab, auch nicht im Klub.
kicker: Das Thema Vereinswechsel hat sich definitiv erledigt?
Hanke: Ich bin unzufrieden, das ist klar. Nach dem Pokalfinale setze ich mich mit Trainer und Verantwortlichen nochmal zusammen, äußere meine Vorstellungen und hoffe, es wird etwas umgesetzt.
Interview: Thiemo Müller
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